
„the CONNECTION“ ist ein Sozial-Unternehmen – die Gewinne des Unternehmens werden zur Lösung eines sozialen Problems in der Gesellschaft eingesetzt. In diesem Fall: Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu fördern.

Das Integrationskonzept von „the CONNECTION“ basiert auf 3 Grundpfeilern:
ANSTELLUNG
Im Cafè „the CONNECTION“ werden ausschließlich Jugendliche mit Migrationshintergrund angestellt, um ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen und sie so erste Arbeitserfahrungen sammeln können. Die Anstellung im Café soll für die Jugendlichen nicht dauerhaft sein, sondern als Sprungbrett angesehen werden, um in einem Beruf Ihrer Wahl Fuß fassen zu können.KURSE
Darüber hinaus bietet „the CONNECTION“ Kurse an, um Jugendlichen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. In den Café eigenen Räumlichkeiten können Jugendliche einen Deutschkurs belegen oder spezifische Workshops zur Verbesserung ihrer Arbeitsmarktchancen besuchen. Diese Kurse werden von Freiwilligen (Freunde von „the CONNECTION“) abgehalten.BUDDY-SYSTEM
Der wichtigste Pfeiler des Konzeptes von „the CONNECTION“ ist das „Buddy-System“. Es ermöglicht den Jugendlichen mit berufstätigen Erwachsenen abseits ihrer Community in Kontakt zu treten und über Berufsmöglichkeiten und Jobwünsche zu sprechen. Sie können sich so mit einem Erwachsenen außerhalb der Familie über ihre Zukunft unterhalten und Probleme besprechen. Die Erwachsenen können ihre Erfahrung an die Jugendlichen weitergeben und es bilden sich neue Netzwerke.
In Österreich liegt die Arbeitslosenrate bei Jugendlichen bei knapp 20 % (Statistik AMS 2009). Davon sind besonders Jugendliche mit Migrationshintergrund betroffen. Als Grund dafür werden in einer AMS-Studie in erster Linie Sprachdefizite genannt. Selbst jene Jugendlichen, die ihre Schulpflicht in Österreich absolviert haben, sprechen zu Hause fast ausschließlich die Muttersprache ihrer Eltern.
Ein weiteres Problem ist die geringe Unterstützung von zu Hause bei der Berufswahl. Oft zeigen die Eltern wenig Interesse an der Ausbildung und dem beruflichen Werdegang ihrer Kinder. Nur ein Fünftel der Jugendlichen haben mit den Eltern die berufliche Zukunft näher erörtert. Die Jugendliche haben dadurch unrealistische Vorstellungen oder mangelnde Kenntnisse über ihre beruflichen Möglichkeiten.
Viele österreichische Jugendliche profitieren davon, dass sie mit ihren Eltern, Verwandten oder Bekannten über ihre beruflichen Möglichkeiten diskutieren können. Diese können ihnen möglicherweise eine Lehrstelle, einen Praktikumsplatz oder sogar eine Arbeitsstelle vermitteln. Da Jugendliche mit Migrationshintergrund auf solche Netzwerke kaum zurückgreifen können, sinken ihre Chancen auf einen erfolgreichen Berufseinstieg. Hinzu kommt laut AMS-Studie ein teilweise rassistisches und von Vorurteilen geprägtes Verhalten seitens Unternehmern und Arbeitgebern. Besonders dort, wo der Migrationshinter- grund auf Grund der Hautfarbe oder Kleidung (z.B. Kopftuch) sichtbar ist, käme es zu verstärkten Vorbehalten.